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Deutschland

 

Hamburger Abendblatt: Die Meister in Sachen Hochspannung

„Das Publikum ist meist so gut wie der Komponist.“ Das sagt er entwaffnend selbstverständlich. So selbstverständlich, wie Thomas Fortmann die Konzertbesucher mit moderner Musik in Begeisterung versetzte…. Mit der Textvertonung des „Grossinquisitor“ von Dostojewskij, die Fortmann durch Eigendialoge ergänzte, entwickelte er eine Klangsprache, die das überspitzt Gedankliche ebenso nutzt wie das rhythmisch Exzessive.

Getreuere Interpreten als die „Accademia Amiata“ hätte er sich dabei kaum wünschen können. Die neun Musiker, allesamt Meister im Metier, machten die in jedem Augenblick auf Hochspannung gebrachten Rhythmen zum Thema der erregenden Handlung. Die geistvolle Mischung des Materials um den Christus-Prozess könnte man rein intellektuell nennen, wenn sie nicht zugleich so unmittelbar musikantisch wäre….. Die Musiker implizieren Gegensätzliches durch die charakteristischen Eigenheiten ihrer Instrumente. Die reichen Möglichkeiten der aparten Besetzung (Streichquartett, Klarinette, Bass-Klarinette, Englischhorn, Saxophon und Klavier) nutzen sie originell. Klanglich wurden die Hörer zuweilen an Grenzen geführt. Besonders schön bei aller Strenge die jazzig hindurchleuchtenden Lichtquellen – plastisch, kräftig, glühend….

(ge)

 

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung: Die „Politik hatte es allen angetan

Im 4. Forum junger Künstler präsentierte die Accademia Amiata aus der Toskana – ein hochkarätiges Ensemble, das man getrost zu den besten der Welt zählen darf – ausschließlich zeitgenössische Werke….

Schon das zweite Mal weilte der Schweizer Komponist Thomas Fortmann in Westensee. Vor der Aufführung erläuterte er sein Werk, das vier verschiedene Charaktere (Kardinal, Politik, Protestant, Alchimie) beschreibt…… Um es auf den Punkt zu bringen: Die „Politik“ hatte es allen angetan. Mit ihrem zündenden Rhythmus wurde sie auf Anhieb das Lieblingsstück – und als Zugabe noch einmal wiederholt. Ohne das außergewöhnliche Können der neun Musiker, die mit Bravour alle Schwierigkeiten und vertrackten Wendungen meisterten, hätte das Stück sicherlich nicht so begeistert. Das Fortmann Stück bewies aber auch, dass man neue Musik nicht über einen Kamm scheren darf….. 

(Reinhard Frank)

 

Norderstedter Anzeiger:

Der Schweizer Komponist Thomas Fortmann überzeugt mit seinen interessanten Kompositionen   

Eine perfekte musikalische Darbietung bot das italienische Ensemble der „Accademia Amiata“ am letzten Donnerstag in Garstedt. Mit Werken von Hugo Macari, Bela Bartòk und Thomas Fortmann bewiesen die neun Musiker vom ersten Ton an, dass jeder einzelne sein Instrument bis zur Vollkommenheit beherrscht……

Das Faszinierende des gesamten Abends war aber sicherlich die Vorstellung des Werkes „Aion“ von Thomas Fortmann. Auf den „Großinquisitor“ von Fjodor Dostojewskij aufbauend, stellte der begabte Musiker  in seiner Komposition drei weitere von ihm zugefügte Personen vor, die er mit Noten perfekt beschrieb. Neben der schon vorhandenen Figur des Kardinals (Großinquisitor) wurden noch die Politik, Protestant und Alchimie hinzugefügt.

Im ersten Satz wurde der Kardinal vorgestellt. Bei gregorianisch homophonen Klängen konnte man sich die Person des Kardinals auch leibhaftig vorstellen. Bei der Politik wurden die einzelnen Themen von den Instrumenten wundervoll dargestellt. Während auf der einen Seite ein bestimmter Wind weht, kommt auf der anderen schon wieder ein anderes Thema auf und einen Moment später sind alle Stimmen jedoch wieder zusammen im Einklang. Bei einer phantastischen Rhythmik wurde jedes einzelne Instrument vollkommen ausgenutzt und Leitmotive wurden mit Perfektion von einem zum nächsten gereicht. Beim Protestanten wurde mit aufreibendem Rhythmus begonnen, der teilweise schon fast aggressiv wirkte. Dennoch bewiesen die allesamt akademisch ausgebildeten Instrumentalisten, dass auch solche Themen einfühlsam gespielt werden müssen. Durch die verschiedensten Zupf- und Streichtechniken der Streichinstrumente wurde aus jedem das gesamte Repertoire an Klangfarben herausgelockt. Beim sul ponticello (dicht am Steg) wurden raue scharfe Töne erzeugt, die die Person des Protestanten perfekt verdeutlichten. Im abschließenden Alchimist bewiesen alle Musiker nochmals, dass sie ihr Zusammenspiel bis ins letzte Detail beherrschten. Dem Übernehmen der einzelnen Themen zuzuhören war eine reine Freude. Der lang anhaltende Applaus der Zuhörer wurde schließlich noch mit der Zugabe des durch Witz bestechenden Themas der Politik belohnt.

Der Komponist Thomas Fortmann beschäftigte sich schon frühzeitig mit Musik. Er selbst bezeichnet sich aber als Autodidakt. Beeinflusst wurde er seiner Meinung nach vor allem von dem Berliner Musikprofessor und Komponist Paul Hindemith. Im Grossen und Ganzen kann man seinen Stil jedoch eindeutig als Fortmann bezeichnen…..

Dass ihm seine Ideen gelungen sind, konnten die Besucher des Konzertes eindeutig feststellen. Es bleibt zu hoffen, dass von dem jungen Schweitzer, der mit seiner Frau und Töchtern seit mehreren Jahren in der Toskana lebt, noch viel zu Hören ist.

(ems)       

 

Mitteldeutsche Zeitung:

Vogelgezwitscher live im Musikvortrag. Das Accademia Amiata Ensemble spielte auf dem Bimarckturm   

Zum ersten Mal in der Geschichte des Bismarckturmes haben vorgestern Abend zehn ausgezeichnete Musiker aus der Toskana ein Konzert gegeben. Es war ein ziemlich riskantes Unterfangen, das sich der Organisator Steinmeyer da eingehandelt hat: Der Bismarckturm ist als Konzertort bisher nicht bekannt gewesen. Bekannt war auch nicht, wie viele Musikfreunde sich dort einfinden würden. Dazu kam der Regen der letzten Tage. Der Veranstalter hatte Glück: Die Sonne schien, es war angenehm warm und mehr als 100 Gäste waren gekommen.

Vor jedem Musikstück gab Fortmann eine kurze Einführung und erzählte etwas zur Entstehungsgeschichte der Komposition. Am Anfang gaben die Musiker zwei Sätze aus „Aion“ von Fortmann zu Gehör. Die Musik des ersten Satzes war getragen und schwermütig; die des zweiten lies dem Ragtime der zwanziger Jahre ähnliche Anklänge hören. Dieser zweite Satz kam sehr gut bei den Zuschauern an und musste am Schluss nochmals als Zugabe gegeben werden.

Zwischen Vogelgezwitscher……..

(H. Heilig)

 

Naumburger Tagblatt: Moderne Musik am Bismarckturm

……….. Ein interessiertes Publikum im gut gefüllten Garten des Bismarckturms verfolgte das außergewöhnliche Konzert. Viele kamen, mancher staunte, denn das Accademia Amiata Ensemble interpretiert moderne Musik von nicht jedermanns Geschmack, aber von den gut 100 Besuchern des Abends mit viel Beifall bedacht, was die Italiener zu hörbarer Spielfreude animierte. So war’s denn ein schöner Abend und ein herrlicher Farbtupfer auf der Palette des Naumburger Konzertlebens.

 

 

 

 

 

Italia

 

Il Tirreno: La musica si addice all’ Amiata: Fortmann

Perché l’Amiata? Thomas Fortmann, compositore nato a Berna, ritiene che se si tratti di un caso. Non gli credo. Il caso governa l’effimero, non la scelta di vita. Per le scelte di vita il caso offre mille occasioni, ma ognuno coglie quelle che corrispondono alle sue inclinazioni e al suo destino. E’ un caso anche il rapporto con il monte di David Lazzaretti? Al quale mi riferisco proprio perché Fortmann ha per lui un prevalente interesse. Non per caso ha scelto Lazzaretti, non per caso ha scelto il Monte Amiata….

Una delle sue opere più recenti è Aion, qualificato come dramma musicale ed eseguito, nella sua prima parte ad Arcidosso in occasione dell’inaugurazione del Castello restaurato. Con Aion, se non spaglio, Fortmann propone una formula originale per la realizzazione del sogno wagneriano dell’arte totale. Il primo atto è di sola musica e si presenta come sinfonia con la classica ripartizione in movimenti. Vi si avverte quasi una fusione tra classico e moderno….

Nelle intenzioni di Fortmann l’atto sinfonico anticipa il discorso in parole che si avrà con il secondo atto, che ha forma interamente parlata. Più esattamente si tratta del medesimo discorso svolto prima in musica e poi in parole. In qual modo questa corrispondenza possa essere percepita dai fruitori, non so dirlo perché non ho visto il secondo atto alla prova della scena. Per ora l’ho soltanto letto. Assomiglia più a un oratorio che a un dramma, e il contenuto é fortemente didattico. I personaggi sono in realtà categorie (infatti si chiamano Cardinalato, Politica, Protestantesimo, Alchimia) e conducono una disputa (quasi un dialogo di massimi sistemi ispirati a Dostojewskij piuttosto che a Galileo) su temi filosofici-etici-sociologici. Mi auguro che Fortmann diventi uno dei riferimenti della cultura maremmano-amiatina. Del resto è possibile rintracciarlo nella sua casa-convento che trovo singolarmente somigliante a lui: vasti panorami, improvvise tempeste. 

(Marcello Morante)

 

 

La Repubblica: Una Rocca per il Duemila: Arcidosso punta all’avanguardia

 ……. Cominciamo dai fatti. All’apertura ufficiale di sabato scorso, i visitatori e le autorità si sono trovati di fronte ad uno scenario inconsueto: le antiche stanze del castello allestite con decine e decine di opere ultramoderne di tante tendenze, quadri ed oggetti proposti da oltre una cinquantina di giovani artisti provenienti dall’Accademia di Belle Arti di Monaco di Baviera. Il coodinatore di tutto questo è un personaggio chiave delle avanguardie europee del’900, Daniel Spoerri, già professore dell’Accademia di Monaco, ma soprattutto figura di punta dello storico gruppo Fluxus, che al fianco dei vari John Cage, Dick Higgins e altri, scosse l’arte contemporanea già alcune decine di anni fa. Neoproprietario di una casa nel centro del paese amiatino, Spoerri si è gettato nell’impresa con entusiasmo pieno e giustificato, e i risultati, gli danno ragione. L’impresa si chiama Accademia Amiata, ed è una associazione a carattere interdisciplinare.

Prima di lui giunse nel territorio arcidossino un’altra figura chiave dell’operazione, il musicista svizzero Thomas Fortmann. La storia di Fortmann è nota agli appassionati di musica. Autore di diversi motivi di grande successo commerciale negli anni 70, si dedicò allo studio della composizione e della musica accademica per sottrarsi alo stress dello show-business e divenne in breve autore noto e vezzeggiato. Nel 77 il suo lavoro su Guglielmo Tell provocò uno scandalo senza precedenti in patria, presentando l’eroe nazionale della Confederazione come un bandito capace di colpire il suo avversario alle spalle. Malgrado questo, su di lui sono continuate a fioccare commissioni da parte di molti istituti pubblici svizzeri ed europei, e anche di fondazioni private.

A conclusione della giornata di domenica è stata eseguita con successo in paese il primo atto del suo nuovo dramma musicale “Aion”. L’esecuzione ha segnato l’esordio dell’Ensemble dell’Accademia Amiata, composta da giovani concertisti provenienti dalle province di Siena e Grosseto, e da oggi organico di ottimo livello professionale…….  

                                        

 

                                                                                                              

 

   

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